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„Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen.“ (William Faulkner) Wer sich im Ausland als Deutscher vorstellt; wer einmal von einem Bundesland in ein anderes die Schule wechseln musste; wer sich freut über ein weltweit einmaliges Angebot an kultureller Vielfalt; wer an einem beliebigen Abend durch das abendliche Fernsehprogramm zappt; aber auch, wer nur einmal mit offenen Augen durch das Stadtbild Essens zwischen Villa Hügel, alter Synagoge und dem Dom wandert – wird nicht um die Erkenntnis herumkommen, wie sehr uns unsere Vergangenheit täglich und unübersehbar bis heute beeinflusst. Geschichtsunterricht will und kann diesen Blick für unsere prägende Vergangenheit schärfen: für das Bewahrenswerte wie für das, was nie wieder geschehen darf; mit dem Blick auf das Heute und das Morgen, aber auch mit der Neugier darauf, sich der Fremdheit anderer Zeiten und Kulturen auszusetzen. Es geht um die langen Linien der Entwicklung nicht nur der deutschen, sondern auch der europäischen Geschichte in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft und nicht um die vermeintlich „großen“ Taten vermeintlich „großer“ Männer. Das Ziel ist der kritische Blick auf die Lebenswelt unserer Gegenwart. Geschichte kann uns eine erste Antwort geben auf die Frage, wer wir sind, und wie wir wurden, was wir sind. In einer globalisierten Welt kann der Blick natürlich nicht auf den Tellerrand der eigenen Bezugskultur beschränkt bleiben. Der bilinguale Geschichtsunterricht, der ab dem 8. Schuljahr in den bilingualen Klassen in englischer Sprache erteilt wird, widmet sich diesem Problem in besonderer Weise. Er schult nicht nur die Sprachfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, sondern bietet durch einen multiperspektivischen Ansatz die Möglichkeit, Unerwartetes zu entdecken und historische Prozesse aus dem Blickwinkel des anderen Sprachraums gleichsam „von außen“ genauer zu verstehen.

 

Informationen zum Fach Geschichte:

Curriculum Geschichte Sek. I

Curriculum Geschichte Sek. II

 

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